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 Die Wahrheit über Weihnachtsmarktbesuche
Leise hört man sie schon bimmeln, die Weihnachtsglocken. Was versetzt mehr in Weihnachtsstimmung als ein Besuch am Weihnachtsmarkt?

Gemütlich schlendert man Arm in Arm mit dem/r Liebsten zwischen den schön geschmückten Ständen herum, kauft kleine Geschenke für Familie und Freunde und bestaunt prächtige Weihnachtssterne und Krippenfiguren. Eine Tasse Glühwein wärmt das Gemüt, gebrannte Mandeln sorgen für ein wohlig-süßes Gefühl im Bauch. Träumerisch stapft man durch den knirschenden Schnee und wiegt sich in vorweihnachtlicher Geborgenheit.

Ja, wenn es dann auch wirklich so wäre! Die Adventsmarkt-Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus.

Die eisige Weihnachtsmarkt-Realität

Den knirschenden Schnee muss man sich zu allererst abschminken. Denn vorweihnachtlicher Schnee existiert in unseren Breitengraden so gut wie gar nicht. Er ist nur ein Hirngespinst von Weihnachtsmärchen-Dichtern. Anstelle der sanft herabschwebenden Schneeflöckchen bekommen wir die flüssige Form - nämlich Regen, meist gepaart mit eisigem Wind.

Auch die Gemütlichkeit und das Dahinschlendern sollte man vergessen. Auf Weihnachtsmärkten wird man geschoben, geschubst und gedrängt. Nicht Du, sondern die Besuchermenge bestimmt, wohin es geht. Das ist auch der Grund dafür, dass Deine Jacke, Handschuhe und auch der Schal nach dem Weihnachtsmarktbesuch erst mal ab in die Waschmaschine müssen.

Denn bei dem Gedrängel landet mindestens die Hälfte des Glühweins auf Deiner Bekleidung. Wobei man sich schon glücklich schätzen darf, wenn man überhaupt von Glühwein sprechen kann, handelt es sich doch eher um mit Alkohol versetztes Zuckerwasser. Freilich, zum Händewärmen eignet sich die Tasse gut - zum Zunge verbrennen auch. Man sollte jedoch einkalkulieren, dass die Hände an der bunten Tasse kleben bleiben, schenken die Punschverkäufer doch mit einem flotten Schwung ein.

Wahrlich abenteuerlich und fast schon waghalsig wird es aber, sich zu einem Stand zu drängen - womöglich zu einem, an dem man schon vorbei gelaufen ist und sich nun gegen den Strom bewegen muss. In diesem Fall sind Ellbogen und ein grimmiger Blick gefragt. Vorweihnachtliche Nächstenliebe ist zwar löblich, hier aber fehl am Platz. Gott sei Dank polstern dicke Daunenjacken nicht nur gegen Kälte sondern auch gegen Stoßverletzungen ab.

Und so verlässt Du den Weihnachtsmarkt vermutlich mit einer leeren Geldtasche, denn die angepriesenen Geschenke sind fast schon weihnachtskometenhaft teuer. Neben dem ein oder anderen Krippenhirten oder aus-echter-kratzender-Schafwolle-gestrickten Stirnband in grellen Farben könnte Dich auch ein flauer Magen nach Hause begleiten.

Denn die abenteuerliche Mischung aus gebrannten Nüssen, Glühwein, Riesenbratwurst und Früchtespieß verträgt nicht jeder. Wie es mit Deiner Begleitung allerdings aussieht, ist fraglich. Denn oft enden Weihnachtsmarktbesuche in Beziehungskrisen. Falls Ihr euch nicht schon irgendwo in der Adventshorde verloren habt, werdet Ihr euch aufgrund verschiedener Stand-Präferenzen streiten. Oder Frau ist sauer, weil Mann Ihr kein Lebkuchenherz schenkt.

Aber lasst Euch nicht die Adventsstimmung verderben - vielleicht erleben gerade Ihr Euer ganz persönliches Weihnachtsmärchen auf dem Christkindlmarkt - mit etwas Engelsgeduld stehen Eure Chancen gar nicht so schlecht.

olly, 11.12.2007 11:54
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